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Gau-Heppenheim und die Region Rheinhessen

Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahre 790. Hierbei handelt es sich um eine Kirche, die der Presbyter (Priester) Gomonolf dem Kloster Lorsch in Heppenheim schenkte. Es gibt wenige sicher urkundliche Informationen aus früherer Zeit, da die Verwechselung mit Heppenheim an der Wiese nie auszuschließen war. Als nächstes wurde Gau-Heppenheim, früher Heppenheim im Jahre 794 erwähnt. Hier ist von einer Billigart die Rede, die ihr Eigentum zu Heppenheim dem Kloster Fulda schenkte. Zu Gau-Heppenheim befand sich umfangreicher pfälzischer Besitz, der auf das Reichsgut des saalischen Erbes zurück geht.

Der zu Alzey gehörige Besitz scheint im 12. und 13. Jahrhundert zum größten Teil in die Hände von Alzeyer Ministrialfamilien, wie z.B. die von Heppenheim genannt, vom Saal, gekommen zu sein. Vom Saal besaßen im Dorf Gau-Heppenheim eine Burg mit dazughörigen Gütern, die durch Erbschaft über die von der Leyen an die von Schönborn kamen. Das Kloster "Weidas" besaß zwei Höfe von ingesamt 700 Morgen. Daneben bestand noch das
Pfarrwittumgut und ein Gut des Klosters St. Johann von Alzey. Der Deutschorden zu Ober- Flörsheim besaß 1530 ca. 45 Morgen in Gau-Heppenheim.

1683 werden noch die Schmiedburgischen Höfe und ein Gut des Mainzer Domstifts genannt.Von 1456 - 1573 war Gau-Heppenheim an Andreas von Heppenheim, genannt vom Saal, und seine Erben für 1000 Gulden verpfändet. Seitdem gehörte Gau-Heppenheim zur Kurpfalz. Dies hielt sich zum Ende des alten Reichs und gehörte ab 1815 zum Großherzogtum Hessen und nach dem zweiten Weltkriegs bis Heute zu Rheinland-Pfalz.

Heute zählt die kleine Gemeinde ca. 550 Einwohner.

Rheinhessen, das größte und auch eines der ältesten Weinanbaugebiete Deutschlands, liegt in der hervorragenden Lage am Rheinbogen im Dreieck zwischen den Städten Worms, Mainz und Bingen im Bundesland Rheinland-Pfalz.

Rheinhessen nimmt den nördlichen Teil der oberrheinischen Tiefebene ein, reicht aber bis in die Mittelgebirgsschwelle hinein. Zentrale Stadt ist Alzey, die als heimliche Hauptstadt Rheinhessens bekannt ist. Der fehlende Waldbestand deutet auf eine hohe Bodenqualität hin. Die Böden sind, von wenigen Ausnahmen abgesehen, außerordentlich fruchtbar.

 

 
Kontakt: info@becker-schlossberg.de